Zauneidechsen sind im Vergleich zu Mauer- und Waldeidechsen kräftiger gebaut. (© Wolfgang - Adobe Stock)

 

Ziel


Mit dem «Förderprojekt Zauneidechse & Co.» am Buechberg und Wägitaler Aa will man bestehende Zauneidechsenpopulationen verbinden und ihre Lebensräume mit Kleinstrukturen aufwerten. Von den Kleinstrukturen werden nebst der Zauneidechse auch zahlreiche weitere Tierarten profitieren.


Bisherige Arbeiten


Nach einer Potenzialabschätzung möglicher Fördergebiete im Schwyzer Teil der Linthebene, wurden nach Feldbegehungen aus anfangs fünf Gebieten der Buechberg und ein Stück der Wägitaler Aa als geeignete Fördergebiete ausgewählt. Der südliche Waldrand des Buechbergs gegen die Linthebene hin hat eine für die Zauneidechse und andere wärmeliebende Tierarten ideale Bedingungen. Zudem gibt es am Buechberg keine Nachweise der standortfremden Mauereidechse (Podarcis muralis), bei der sich gezeigt hat, dass sie die konkurrenzschwächere Zauneidechse andernorts verdrängen konnte. An der Wägitaler Aa gibt es ebenfalls geeignete Lebensräume und Nachweise der Zauneidechse. In einem ersten Schritt wurde der südexponierte Waldrand des Buechbergs und ein Teil der Wägitaler Aa begangen und konkrete Fördermassnahmen für diese Gebiete vorgeschlagen.

 

Nächste Schritte


Die Kontaktaufnahme mit der Genossame Lachen, Grundeigentümer an der Wägitaler Aa, war sehr erfreulich. Unsere Vorschläge betreffend Waldrandaufwertungen und zahlreiche zusätzliche Aufwertungsmassnahmen entlang der Wägitaler Aa zu Gunsten der Zauneidechse und Co. können umgesetzt werden. Das grosse ökologische Potential dieser Waldrandaufwertung wird auch vom zuständigen Forst bestätigt. Die Holzermassnahmen sollen noch im Winter 2019/2020 durch ein erfahrenes Forstunternehmen umgesetzt werden. Anschliessend wird die Stiftung «Lebensraum Linthebene» für die Schaffung der einzelnen Kleinstrukturen verantwortlich sein. Die Genossame Lachen wird anlässlich des «Genossentages» unter fachkundiger Leitung gemäss einem Pflegekonzept die Asthaufen ergänzen, und sorgt somit für die Nachhaltigkeit des Projektes. 

 

In einem nächsten Schritt sollen nun Grundeigentümer südlich des Buchbergs kontaktiert werden, um die Durchführbarkeit der geplanten Massnahmen abzuklären. Die Kleinstrukturen sollen anschliessend kostengünstig durch Zivildienstleistende der Stiftung «Lebensraum Linthebene» erstellt werden.



Um am Morgen auf «Betriebstemperatur» zu kommen, sonnen sich Zauneidechsen gerne auf Totholz. (© Stiftung Lebensraum Linthebene)

Sind die Zauneidechsen genügend aufgewärmt, gehen sie auf Nahrungssuche. Dies bevorzugter Weise in krautigem Untergrund oder in verfilzten Altgrasstreifen, die genügend Deckung vor Fressfeinden bieten. (© Stiftung Lebensraum Linthebene)

Bei allzu grosser Hitze, schlechtem Wetter oder um sich zu verstecken, ziehen sich Zauneidechsen gerne in verlassene Mauslöcher zurück. (© Stiftung Lebensraum Linthebene)

 

Unterstützung


Die Verhandlungen mit den Grundeigentümern in einem Teil des Projektgebietes werden von der Albert Koechlin Stiftung unterstützt. Weitere Informationen zum Zauneidechsenförderprojekt der Albert Koechlin Stiftung finden Sie unter www.zauneidechse.ch. Bund und Kanton leisten über die NFA-Periode 2020-2024 ebenfalls einen namhaften Beitrag. Möchten auch Sie dieses Projekt unterstützen, so können Sie dies gerne mit dem Vermerk «Zauneidechse» auf das Konto: CH73 0077 7008 2197 5193 0 lautend auf Stiftung Lebensraum Linthebene, in 8856 Tuggen tun. Herzlichen Dank!