Einst war die Zauneidechse (Lacerta agilis) in der Schweiz weit verbreitet. Durch Verlust und Fragmentierung ihrer Lebensräume, Störungen durch den Menschen, Pestizide und die Einschleppung fremder Arten ist ihr Bestand jedoch stark zurückgegangen. In der ausgeräumten Landschaft im Mittelland und den Voralpen fehlen oftmals wertvolle Kleinstrukturen wie Ast- oder Totholzhaufen, Hecken und Altgrasstreifen.


Je nach Individuum, Geschlecht, Alter und Jahreszeit sind Zauneidechsen etwas anders gefärbt. Die Männchen sind zur Paarungszeit an den Flanken leuchtend grün, die Weibchen sind das ganze Jahr über braun gefärbt. Typisch für Zauneidechsen sind die sogenannten «Augenflecken». (© Pixabay)
  

Genau diese Strukturen bieten jedoch auf relativ kleinem Raum eine Lebensgrundlage für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Nicht alle Tierarten sind in gleichem Masse fähig Distanzen zu überwinden, um neue Lebensräume zu besiedeln. Bei der Zauneidechse beispielsweise geht man davon aus, dass sie sich in ihrem ganzen Leben in der Regel nicht weiter als 30 Meter von ihrem Schlupfort entfernt.
Zauneidechsen verbreiten sich besonders gut entlang von linearen Strukturen wie Waldrändern, Gewässerböschungen. Vernetzungen und Habitatausweitungen entlang dieser Strukturen bieten sich deshalb besonders an.